
Interne Gewinne durch Menschen, Geräte und Beleuchtung, solare Gewinne durch Fenster, sowie Bauphysik bestimmen, wie viel Wärme ein Raum aufnimmt oder verliert. Wer diese Lasten misst oder realistisch abschätzt, plant Zonen, die weder unter- noch überversorgt sind. Das Ergebnis sind stabilere Sollwerte, weniger Takten und geringere Lüfterleistung. Selbst einfache Beobachtungen, etwa Temperaturverläufe über den Tag, zeigen, wo Regelkreise getrennt werden sollten, um gleichmäßigen Komfort und geringere Energierechnungen gemeinsam zu erreichen.

Bewährt sind Zonen nach Nutzung: Schlafräume kühler, tagsüber genutzte Bereiche komfortbetont, wenig genutzte Räume mit größerer Toleranz. Offene Grundrisse profitieren von einer gemeinsamen Regelung, abgeschlossene Räume eher von eigenen Fühlern. In mehrstöckigen Häusern erhalten Dachgeschosse oft eine separate Führung, um solare Spitzen zu glätten. Solche Zuschnitte reduzieren Konflikte, weil jeder Bereich passend versorgt wird. Gleichzeitig lassen sich Zeitpläne präziser setzen, wodurch Energie genau dort bereitgestellt wird, wo sie tatsächlich gebraucht wird.

Häufig geschlossen gehaltene Luftauslässe sind keine echte Zonierung und können statischen Druck schädlich erhöhen. Besser sind regelbare Klappen und abgestimmte Ventilatorsteuerungen. Ebenso trügerisch ist das ständige Nachregeln in kleinen Schritten: Ein klarer Plan wirkt nachhaltiger. Auch der Gedanke, ein einzelner Fühler im Flur reiche für alle Räume, führt oft zu Ungleichgewichten. Separate Messpunkte schaffen verlässliche Daten. Mit solchen Korrekturen entfaltet Zonierung ihre volle Wirkung, spart Energie und schützt gleichzeitig die Anlagentechnik.






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